Licht und Lüftung richtig planen – sonst droht Schimmel Die Beleuchtung ist kein nachträglicher Luxus, sondern ein Muss. Spiegelschränke oder Deckenfluter werfen oft Schatten auf die Kleidung. Besser sind LED-Leisten an der Vorderkante der Regalböden oder schmale Spots an der Decke, die direkt auf die Stangen strahlen. Setzen Sie warmweißes Licht ein, damit Farben natürlich wirken. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wo die Leuchten hinsollen, planen Sie die Elektroanschlüsse bereits bei der Trockenbauphase ein – nachträgliches Fräsen ist staubig und teuer. Für die Lüftung gilt: Ein begehbarer Kleiderschrank ist ein geschlossener Raum ohne Fenster, in dem Feuchtigkeit aus Kleidung und Schuhen entweicht. Ohne Zirkulation bildet sich schnell muffiger Geruch und Schimmel. Installieren Sie eine kleine Lüftungsöffnung mit Gitter in der Tür oder nutzen Sie einen dezenten Ventilator, der sich bei Feuchtigkeit automatisch einschaltet. Achten Sie darauf, dass die Tür unten einen Spalt von mindestens einem Zentimeter lässt, damit Luft nachströmen kann.
Wenn Sie die Planung selbst übernehmen, erstellen Sie zuerst eine Liste aller Kleidungsstücke und Accessoires, die Sie aufbewahren möchten. Zählen Sie die Anzahl der hängenden Teile und der gefalteten – das bestimmt das Verhältnis von Stangen zu Regalböden. Messen Sie dann die tatsächliche Länge Ihrer längsten Kleidungsstücke, z.B. Mäntel oder Abendkleider, und reservieren Sie dafür einen eigenen Bereich. Bei der Höhe der Stangen gilt: Hosen und Hemden benötigen etwa 100 Zentimeter, Kleider und Mäntel mindestens 150 Zentimeter. Planen Sie die Abstände zwischen den Böden nicht zu knapp – 30 Zentimeter sind das Minimum, sonst lassen sich die Stapel schwer entnehmen. Ein begehbarer Kleiderschrank ist dann gelungen, jetzt lesen wenn Sie sich morgens zeitsparend anziehen und alles an seinem Platz finden – ohne dass die Tür klemmt oder die Luft stickig wird.
Die Rollschicht verlegt – und dann? Bevor Sie mit dem Verlegen beginnen, lassen Sie das Material mindestens 48 Stunden im Raum akklimatisieren. Die Pakete liegen dabei flach, nicht auf der Kante. Während dieser Zeit stellen Sie auch sicher, dass die Raumtemperatur mindestens 18 Grad beträgt. Erst dann schneiden Sie die Trittschalldämmung passgenau zu – aber nicht bis in die Wand, sondern mit einem Abstand von etwa fünf Millimetern zur Wand. Diesen Rand lassen Sie auch beim Vinylboden selbst: Dehnungsfugen von acht bis zehn Millimetern an allen Wänden sind Pflicht, sonst wölbt sich der Boden bei Temperaturschwankungen.
Typische Fehler bei der Raumgestaltung sind überdimensionierte Hosenfaltenhalter oder Schuhregale, die den halben Raum einnehmen. Planen Sie die Aufbewahrung nach Häufigkeit: Tägliches in Griffhöhe, Saisonales nach oben oder unten. Ein weiteres Problem ist die fehlende Rücksicht auf die Raumhöhe – viele nutzen nur die unteren 180 Zentimeter und verschwenden den Bereich über der Stange. Setzen Sie dort zusätzliche Ablagen für Koffer oder Bettwäsche ein. Für Schuhe eignen sich schräge Auszüge, die weniger Tiefe benötigen. Und vergessen Sie nicht einen Spiegel – entweder an der Innenseite der Tür oder als ausziehbares Modell an einer Schiene. Der Spiegel braucht eigene Beleuchtung, sonst ist er bei schlechtem Licht nutzlos.
Zunächst gilt es, die exakte Breite und Höhe der Rückwand zu bestimmen. Dafür misst man nicht einfach die Wandfläche, sondern den Bereich, der tatsächlich verkleidet werden soll. Oberkante ist meist die Unterkante der Oberschränke, Unterkante die Arbeitsplattenkante. Wichtig: Die Platte darf nicht bis auf den Millimeter an die Arbeitsplatte stoßen, da sonst Spannungen entstehen, wenn sich das Material bei Wärme ausdehnt. Ein Abstand von zwei bis drei Millimetern ist ideal, aber nicht sichtbar, wenn die Platte später mit Silikon abgedichtet wird.
Die Grundrissplanung bestimmt, welche Systeme überhaupt in Frage kommen. Bei 4 Quadratmetern bietet sich eine U-Form an: Zwei gegenüberliegende Kleiderstangen mit einer schmalen Ablagefläche an der Stirnseite. Bei 6 Quadratmetern können Sie eine L-Form oder sogar eine kleine Insel in der Mitte realisieren – letztere dient als Ablagefür Accessoires oder als Sitzgelegenheit beim Anziehen. Achten Sie darauf, dass die Stangen nicht tiefer als 60 Zentimeter sind, sonst wird die Sicht auf die hintere Reihe erschwert. Für Hosen und Hemden eignen sich Auszüge, die Sie komplett herausziehen können – das erhöht die Übersicht, kostet aber etwas mehr Tiefe. Messen Sie deshalb vor dem Kauf immer die genaue Auszugslänge.
Bevor Sie die erste Diele auspacken, prüfen Sie den Untergrund. Der alte Estrich oder der vorhandene Bodenbelag muss eben, trocken und frei von Rissen sein. Unebenheiten von mehr als zwei Millimetern auf einem Meter gleichen Sie mit einer Ausgleichsmasse aus. Feuchtigkeit ist der größte Feind: Legen Sie eine Dampfsperre aus Polyethylen-Folie aus, wenn der Untergrund aus Estrich besteht oder wenn Sie auf einem Erdgeschoss über einem Keller arbeiten. Stoßen Sie die Bahnen etwa zwanzig Zentimeter überlappen lassen und kleben Sie die Nähte mit Klebeband ab.
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