Ein Weinrebe an der Hauswand wächst oft jahrelang vor sich hin, bis sie ein undurchdringliches Blätterdach bildet. Die Folge: viele kleine, saure Beeren und kaum Licht im unteren Bereich. Wer den Stock dagegen gezielt auf wenige Augen zurückschneidet, konzentriert die Kraft der Pflanze auf wenige Triebe. Genau diese Triebe tragen dann größere, süßere Trauben. Der Schnitt ist keine Kunst, aber er verlangt Timing und ein klares Ziel.
Typische Fehler: zu viel Stickstoff düngen, dann wachsen Wasserschosser besonders stark. Zu stark zurückschneiden, dann treibt der Baum aus alten Augen umso kräftiger aus. Alle Wasserschosser auf einmal entfernen, dann reagiert der Baum mit noch mehr neuen Trieben. Besser ist es, über zwei oder drei Jahre verteilt zu schneiden und den Baum ruhig zu halten. Wer den Boden mulcht und ausreichend wässert, aber sparsam düngt, bekommt weniger Wasserschosser und mehr Fruchtknospen.
Der erste Blick gilt dem Trieb unterhalb der Blüte. Verfolgt man ihn nach unten, stößt man auf die Blattachseln. Dort sitzen kleine, oft rötlich gefärbte Knospen, die schlafenden Augen. Genau über einem kräftigen, nach außen weisenden Auge setzt man die Schere an. Nach außen heißt: in Richtung der vom Stamm abgewandten Seite, dorthin, wo später der neue Trieb Platz hat und nicht ins Innere des Busches wächst. Ein nach innen zeigendes Auge führt zu Trieben, die sich gegenseitig bedrängen, Licht wegnehmen und Pilzkrankheiten begünstigen.
Wasserschosser bleiben nicht dauerhaft nutzlos. Im ersten Jahr wachsen sie stark, verholzen aber bis zum Herbst. Im zweiten Jahr können sie flacher gestellt werden, indem man sie mit einem Holz oder einer Schnur nach unten bindet. Dann bilden sie oft Blütenknospen und tragen Früchte. Wer sie ganz entfernt, verliert diese Chance. Wer sie aber in großer Zahl stehen lässt, bekommt eine Krone, die von innen verkahlt und nur an der Außenseite Früchte trägt. Die Kunst liegt darin, einige ausgewählte Wasserschosser umzuleiten und den Rest zu entfernen.
Ein häufiger Fehler ist das sogenannte Überstrecken zur Seite. Man steht mit beiden Füßen auf der Leiter, dreht den Oberkörper und greift mit einem Arm weit nach außen. Dabei wandert das Becken mit, die Hüfte verlässt die Mitte, und die Leiter beginnt zu kippen. Besser ist es, die Leiter umzusetzen, statt sich zu verbiegen. Das kostet Zeit, aber es ist die einzige Methode, die den Schwerpunkt zuverlässig innerhalb der Standfläche hält. Wer sich das angewöhnt, merkt schnell, dass Umsetzen weniger Kraft kostet als das Halten einer verkrampften Position.
Beim Schneiden gilt: Wasserschosser nicht bündig am Stamm abschneiden, sondern auf einen kurzen Stummel von einigen Zentimetern oder auf einen flacheren Seitenast ableiten. Ein zu tiefer Schnitt hinterlässt eine große Wunde, die schlecht verheilt. Ein zu langer Stummel trocknet ein und wird zum Eintrittspunkt für Krankheiten. Wer unsicher ist, schneidet im Sommer, wenn der Baum weniger stark nachtreibt. Ein Schnitt im zeitigen Frühjahr regt dagegen neues Wachstum an, weil der Baum dann viel Kraft in die verbleibenden Augen steckt.
Wer die Armreichweite realistisch einschätzt, steigt seltener auf die obersten Sprossen und lehnt sich weniger weit hinaus. Das reduziert nicht nur das Unfallrisiko, sondern auch die Ermüdung, weil die Muskulatur nicht permanent gegen das Kippmoment arbeiten muss. Eine kurze Pause auf halber Höhe, um die Position zu korrigieren, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Erfahrung. Wer sich an diese Grundsätze hält, schneidet sicherer, egal ob mit der Säge, dem Messer oder der Schere.
Reichweite richtig planen, bevor man steigt Bevor man überhaupt aufsteigt, sollte man den Arbeitsbereich gedanklich abstecken. Überlegen: Welche Fläche muss ich erreichen? Reicht die Leiterhöhe aus, ohne dass ich mich strecken muss? Die Armreichweite ist begrenzt und hängt vom Körperbau ab, aber eine brauchbare Faustregel lautet: Nur im Bereich zwischen Hüfte und Schulterhöhe arbeiten, ohne die Leiter zu verlassen. Wer die Hände über den Kopf streckt und dabei die Fersen anhebt, hat bereits die Kontrolle verloren.
Der sichere Stand beginnt mit der richtigen Position der Leiter. Bei einer Stehleiter steht die Basis auf festem, ebenem Untergrund, nicht auf Kies, nassen Fliesen oder einem Teppich, der wegrutschen kann. Der Aufstieg erfolgt immer von der dem Arbeitsbereich zugewandten Seite. Die oberste Sprosse oder Plattform darf nicht als Standfläche genutzt werden, wenn sie nicht ausdrücklich dafür vorgesehen ist. Bei einer Anlegeleiter gilt der bekannte Winkel: der Fußabstand entspricht etwa einem Viertel der Leiterlänge. Ein zu flacher Winkel lädt zum Abrutschen ein, ein zu steiler Winkel macht die Leiter instabil nach hinten.
Ein weiterer typischer Fehler ist das Arbeiten mit Werkzeug in einer Hand, während die andere Hand sich festhält. Zwar klingt das sicher, doch sobald die freie Hand zum Greifen gebraucht wird, fehlt der Halt. Besser: Werkzeug in einem Gürtel oder einer Tasche verstauen, sodass beide Hände für den sicheren Stand frei bleiben. Auch das Abstützen an einer Wand Http://flughafentransfer-goeppingen.gmbh mit der Schulter ist trügerisch, weil es die Leiter seitlich belastet und die Rutschgefahr erhöht.
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